Bauernregeln zu St. Martin

Bauernregeln zum St. Martinstag Wenn’s um Maritini regnet und bald darauf Frost einfällt,
so bringt’s der Saat Schaden.
Am Martini Sonnenschein,
tritt ein kalter Winter ein.Sankt Martin trüb
macht den Winler lind und lieb;
ist er aber hell,
macht er Eis gar schnell.Wenn das Laub nicht vor Maritni fällt,
sich ein harter Winter lange hält.Ist um Martini trocken und kalt,
so ist ein gelinder Winter zu hoffen.
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Martinshörnchen für den Martinstag

Ab bzw. am Martinstag werden die Martinshörnchen verschenkt.

Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Vertiefung drücken und die Hefe hineinbröckeln. Die Hefe mit 1 TL Zucker, 5 TL Milch und etwas Mehl verrühren und gehen lassen.

Nach 15 Minuten das Ei, Zucker, Margarine, Salz, Rumaroma und Milch dazugeben und alle diese Zutaten verkneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Diesen Teig dann gehen lassen, danach den Teig zum Rechteck formen, in spitzwinklige Dreiecke schneiden, diese rollen und zu Hörnchen formen.

Auf einem gefetteten Backblech nochmals gehen lassen. Das Eigelb mit 2 EL Milch verquirlen, auf die Hörnchen streichen und bei 200 Grad ca. 20 Minuten backen.
Das Martinshörnchen hat die Form einer halbierten Brezel und soll so an die Teilung des Mantels des hl. St. Martin erinnern. Eine gewisse Ähnlichkeit ist auch zu finden mit einem Abdruck des Pferdehufes vom Pferd des Heiligen und soll Glück bringen.

Zutaten:
500 Gramm Mehl, 30 Gramm Hefe, 1 Ei, 80 Gramm Zucker, 60 Gramm Margarine, 1 Esslöffel Rumaroma, 1/4 Liter lauwarme Milch und 1 Eigelb

Martinischiffle

Ein Mürbeteiggebäck in Schiffchenform, zuweilen mit Rosinen gefüllt – oftmals als kleine Bestechung, die die Schulkinder von der Mutter bekamen um sie dem Lehrer zu verehren.

Wer auch heute noch bestechen will:
Zwei Eier verquirlen und in einen Topf geben. 125 Gramm weiche Butter hinzugeben, die auf schwacher Hitze mit den Eiern schmelzen soll, dann eine Prise Salz, 200 gr Zucker, 1/4 Tasse Zitronensaft, ein Beutel Vanillezucker, eine Tasse gewaschene und in Weißwein geweichte Rosinen und eine halbe Tasse grob gehackte Walnüsse dazugeben, alle Zutaten gut verrühren und in fertige Teigförmchen füllen.
Die Masse reicht ungefähr für 15 große oder 20 kleine Schiffchen. Aber Achtung: dieses Gebäck “stopft” ziemlich, also nicht zu voll machen.

Doppekoche

Die etwas ärmere Bevöllkerung labte sich am Martinstag an diesem Gericht hier: Doppekoche, oder Döppekoche oder im Hunsrück Rappes, wo es mit Apfelmuß serviert wird. Einfach lecker schmeckt diese Art Reibekuchen auch mit Salat.
Doppekoche am Martinstag
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2 kg Kartoffeln (für kleinere Esser oder Familien diese Zutaten am besten hälfteln)

2 Ei(er)

200 g Schinken, gewürfelt

2 Brötchen, altbackene und ½ Liter Milch sowie Salz – Pfeffer – Muskat und Öl (je nach Wunsch auch geschnittene Salami, Speck, Zwiebeln oder oder oder)Bei Bedarf noch eine Käseschicht zum Überbacken.

Brötchen in Würfel schneiden, in der heißen Milch einweichen und gut zerdrücken und die Kartoffeln reiben. Diese Kartoffelmasse mit allen Zutaten gut vermengen. Eine Auflaufform mit Öl auspinseln (darf auch etwas mehr sein). Den Bräter n o c h o h n e Kartoffelmasse in den heißen Ofen (250 Grad) stellen. Erst wenn das Öl schon richtig heiß ist die Form oder den Bräter wieder herausnehmen dann erst mit viel Vorsicht die Kartoffelmasse einfüllen und ab in den Offen für ca. 30 Min, dann auf 200 Grad runter gehen und solange backen, bis sich eine richtig schöne Kruste gebildet hat (ca. 1 Std).